Spuren lesen lernen auf der Binnendüne

Zwei Stunden blieb es noch hell, bevor die "untergehende" Sonne die Binnendüne Waltersberge in ein intensives, aber bald verglühendes Farbenspiel tauchte. An diesem 23. November 2017, knapp einen Monat vor der Wintersonnenwende, luden das Team der Life-Projekte vom Naturschutzfonds Brandenburg, der Naturpark und das Besucherzentrum ein zur Spurensuche auf der Binnendüne Waltersberge.

Spurensucher Frank Jermis eröffnete die Exkursion mit einen Theorieblock. Schon das war spannend, wurde doch jedem Zuhörer klar, wie wenig er über unsere Säugetiere und auch sich selbst weis. Da gibt es Sohlen-, Zehen- und Ballengänger. Zu letzterer Gruppe gehört nicht nur der Braunbär, auch jeder der etwa zwanzig Exkursionsteilnehmer. Das war Biologieunterricht einmal ganz bodenständig und spannend!

Mit dem neuen Überblickswissen ging es nun ins Gelände. Frank fand, zeigte und erklärte die hier vorhandenen Trittspuren und Fährten. Heute waren es Reh, Wildschwein und Fuchs, die ihre Anwesenheit hier auf der Düne verrieten. Und nicht nur das, Ausrichtung, Abstand und Ausbildung der Fährten verrieten auch, wie sie hier vor kurzem unterwegs waren.

Zurück auf der Burg Storkow wurde das JahreBuch 2018 vorgestellt. Naturfotograf Klaus Weber, der gestaltet in der neuen Ausgabe den Kalenderteil, hielt einen spannenden wie kurzweiligen Vortrag über die Säugetiere unserer Heimat. Linda Böckenhoff führte im Anschluss in die Welt der Spurensuche ein. Für die Exkursionsteilnehmer des Nachmittags war es eine Vertiefung des neu erlernten Wissens, für alle anderen ein erster Blick in die Welt des Spuren sehen und lesen Lernens. 

Die Afterklaue verrät das Wildschwein - MOZ Lokalredaktion Beeskow vom 24.11.2017

Wildniszeit - die Kunst der Spurenlesens

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  • Naturpark Dahme-Heideseen

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