Neuntöter

Der Neuntöter (Lanius collurio) ist auch als Rotrückenwürger bekannt. Sein Brutareal erstreckt sich von Nordspanien über Südskandinavien bis nach Kasachstan. Die größten europäischen Populationen leben in Russland und in Rumänien. In Deutschland ist er nahezu flächendeckend verbreitet, Lücken gibt es an der Nordseeküste, dem Niederrhein und in Bayern. In Brandenburg ist er in allen Regionen verbreitet.

Die Lebensräume des Neuntöters sind offene und halboffene Landschaften. Wichtig sind dabei hohe Sonneneinstrahlung, niedrige oder fehlende Vegetation und viele Strukturen wie Sträucher oder Hecken. Letztere werden als Neststandort und Beobachtungsplatz genutzt. Die Nester findet man besonders häufig in Dornensträuchern (Schlehen, Weißdorn, Heckenrosen). Der Neuntöter legt zur Überbrückung von ungünstiger Witterung Vorräte an, indem er Beutetiere auf Dornen spießt. Er jagt vor allem Großinsekten, aber auch kleine Vögel und kleine Säugetiere werden erbeutet. Der Neuntöter ist ein Langstreckenzieher. Seine Winterquartiere befinden sich in Ost- und Südafrika.

Der Neuntöter ist durch Änderungen oder Verlust seiner Habitate gefährdet. Dazu gehört die Beseitigung von Hecken, Aufforstungen und Grünlandumbruch. Allgemein ist die Intensivierung der Landwirtschaft mit immer größeren Schlägen und Pestizideinsatz schädlich für die Art. Der Neuntöter ist nach Bundesnaturschutzgesetz und der europäischen Vogelschutzrichtlinie (Anhang I) geschützt.

Gebiet

  • Naturpark Dahme-Heideseen
  • Naturpark Stechlin-Ruppiner Land

Kategorien

  • Vögel