Wiesenweihe

Die Wiesenweihe (Circus pygargus) hat in Mitteleuropa ein lückiges Verbreitungsgebiet, der Großteil des europäischen Bestandes brütet in Russland. In Deutschland ist sie nicht so häufig. Es gibt größere Vorkommen am Main, in Nordsachsen-Anhalt und der Prignitz und in Nordrhein-Westfalen zwischen Dortmund und Paderborn. In Brandenburg sind größere Bestände im Fläming (die Hälfte der Brutpaare in Brandenburg), an der Oder und im Havelland zu finden. Sie gilt hier als stark gefährdet.

Die Lebensräume der Wiesenweihe sind gewässerreiche Niederungen, Moore, Marschen und Dünen sowie weiträumige Agrarlandschaften. Eindrucksvoll sind die Balzflüge bei denen die Männchen Sturzflüge, Scheinangriffe und Loopings zeigen. Das Nest wird in Verlandungszonen, Ackerbrachen und zunehmend in Getreidefeldern am Boden gebaut. Die Wiesenweihe ernährt sich von kleinen Säugetieren z.B. Wühlmäusen, kleine Vögeln und größeren Insekten. Die Beutetiere werden im Suchflug dicht über den Boden geschlagen. In den Winterquartieren (Westafrika südlich der Sahara) besteht die Nahrung vor allem aus Heuschrecken.

Zu einem Verlust geeigneter Lebensräume trägt die Intensivierung der Landwirtschaft bei. Es gibt seitens der Wiesenweihe auch Anpassungen, eben die vermehrte Brut in Getreidefeldern. Da die Jungenaufzucht mit den Erntearbeiten zeitlich zusammenfällt sind hier jedoch spezielle Schutzmaßnahmen (Schutzzäune) notwendig. Die Wiesenweihe ist nach Bundesnaturschutzgesetz und der europäischen Vogelschutzrichtlinie (Anhang I) geschützt.

Broschüre "Willkommen - Wiesenweihen in Brandenburg

 

 

Gebiet

  • Naturpark Dahme-Heideseen

Kategorien

  • Vögel