1. Entwurf des Teil-Managementplans für das FFH-Gebiet „Kienheide" - Hinweise können bis zum 11. Juni gegeben werden

Der 1. Entwurf des Teil-Managementplans für die Flächen des FFH-Gebietes "Kienheide" außerhalb des Standortübungsplatzes Storkow (EU-Nr. DE 3849-303, Landes-Nr. 241) (Landkreis Oder-Spree, Gemeinden Wendisch-Rietz, Storkow (Mark)) sowie die dazugehörigen Karten stehen zum Download hier bereit:

 

Textfassung:

Teil-Managementplan für die Flächen des FFH-Gebietes "Kienheide" außerhalb des Standortübungsplatzes Storkow (1. Entwurf)

 

Karten:

Karte 1: Landnutzung und Schutzgebiete (Lageübersicht)

Karte 2: Bestand und Bewertung der Lebensraumtypen des Anhangs I FFH-Richtlinie und weiterer wertgebender Biotope

Karte 3a: Habitate und Fundorte der Arten des Anhangs II FFH-Richtlinie (Pflanzen, Säugetiere, Fische)

Karte 3b: Habitate und Fundorte der Arten des Anhangs II FFH-Richtlinie (Reptilien, Amphibien und Insekten)

Karte 4: Maßnahmen

Karte 6: Biotoptypen

 

Hinweise, Anregungen oder konkrete Änderungsvorschläge zum Planentwurf können bis zum 11.06.2020 gerne möglichst konkret zu einzelnen Kapiteln und Maßnahmen an das mit der Erstellung beauftragte Büro „LB Planer + Ingenieure“ (siehe Ansprechpartner) gerichtet werden.

Bei Bedarf und nach (telefonischer) Anmeldung können Sie ein analoges Exemplar in der Naturparkverwaltung Dahme-Heideseen (Sitz in Prieros) einsehen.

Die eingegangenen Hinweise werden im 2. Entwurf bzw. in der Endfassung des Managementplans berücksichtigt. Die sonst regulär stattfindende, abschließende öffentliche Sitzung zur Vorstellung und finalen Abstimmung der Hinweise und Änderungen ist aufgrund der aktuellen Gefährdungslage für Ende Juni vorbehalten und wird erforderlichenfalls digital und über Einzelgespräche ersetzt.

 

Hintergrundinformationen:

Für Fauna-Flora-Habitat- (FFH-)Gebiete in Brandenburg sollen in Zusammenarbeit von Planungsbüros, Landeigentümern und Nutzern Schutz- und Bewirtschaftungspläne (Managementpläne) erarbeitet werden. Grundlage dafür ist das sog. Handbuch zur Managementplanung für FFH-Gebiete im Land Brandenburg. Die im Naturpark liegenden 29 FFH-Gebiete sind zumeist bereits bestehende Naturschutzgebiete. Der Naturpark Dahme-Heideseen hat diese Arbeiten koordiniert und das Büro „LB Planer + Ingenieure“ mit der Planerstellung beauftragt. Die verantwortlichen Mitarbeiter haben in den vergangenen zwei Jahren die für die "Kienheide" außerhalb des Storkower Standortübungsplatzes liegenden maßgeblichen Lebensräume (bzw. Lebensraumtypen, kurz LRT) und Tier-/Pflanzenarten in diesem Gebiet untersucht und im Austausch mit den zuständigen Behörden sowie den Flächeneigentümern und -nutzern Erhaltungs-/Entwicklungsziele und entsprechende Schutz- und Bewirtschaftungsmaßnahmen formuliert, die in dem Managementplan festgehalten werden.

Managementpläne sind verbindliche Fachpläne für die Naturschutzbehörden und durch andere Behörden zu beachten oder zu berücksichtigen. Sie sind für Eigentümer und Nutzer nicht verbindlich, zeigen jedoch auf, was aus fachlicher Sicht notwendig ist, um die Lebensräume und Arten in den FFH-Gebieten zu erhalten. Ziel ist, die in den Managementplänen vorgeschlagenen Maßnahmen möglichst einvernehmlich mit den Eigentümern und Nutzern umzusetzen. Das FFH-Gebiet "Kienheide" zählt zu den über 600 Fauna-Flora-Habitat-Gebieten im Land Brandenburg. Zusammen mit den Vogelschutzgebieten bilden sie das europäische Schutzgebietsnetz „Natura 2000“. Gesetzliche Grundlage zur Ausweisung der FFH-Gebiete ist die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie aus dem Jahr 1992.

Öffentlichkeitsbeteiligung: Im Rahmen der Managementplanung fanden neben dem ersten öffentlichen Treffen der regionalen Arbeitsgruppe (das zweite geplante Treffen vom 18.03.20 wurde digital ersetzt) bisher 10 weitere Einzeltermine mit den zuständigen Behörden (Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr - Kompetenzzentren Baumanagement; Bundesanstalt für Immoblien; Landesbetrieb Forst; untere Naturschutz- und untere Forstbehörde) sowie Nutzern/Eigentümern (Fischereibetrieb, Stiftungs NaturSchutzFonds Brandenburg) statt, um die fachlich erforderlichen Maßnahmen für die maßgeblichen Lebensräume und Arten gemeinsam zu erörtern und abzustimmen.

FFH-Managementpläne liefern die unterstützende Basis für zuständige Landesbehörden, Landeigentümer und Nutzer unter anderem für die Beantragung von Fördergeldern und die spätere Umsetzung von Maßnahmen. Ziel ist, die in den Managementplänen vorgeschlagenen Maßnahmen möglichst einvernehmlich mit den Eigentümern und Nutzern umzusetzen. Insbesondere für die Naturschutzverwaltung besteht aber die Verpflichtung, einen günstigen Erhaltungszustand der Arten und Lebensräume zu sichern oder zu entwickeln.

 

Häufig gestellte Fragen zu Natura 2000 und FFH-Managementplanung

 

Gebiet

  • Naturpark Dahme-Heideseen

Kategorien

  • Natura 2000
  • Natura2000 - Projekttagebuch

Meldung vom 13.05.2020