Die Blüte in der Massower Heide hat begonnen

Die Heide blüht! Dann wird von August bis September die Landschaft in ein kräftiges Violett getaucht und entwickelt ihre ganz besondere Anziehungskraft.

In der Massower Heide ist das großflächig im Naturpark Dahme-Heideseen zu erleben. Doch die außergewöhnlich lange Trockenperiode hat der Heide zugesetzt und die Heideblüte fällt diesmal etwas verhalten aus. Dennoch ist die Blüte auch in diesem Jahr ein besonderes Erlebnis.

Die Massower Heide liegt unmittelbar westlich der Bundesautobahn A 13 in der Nähe der Anschlussstelle Baruth (Mark). Bis 1990 wurde hier ein militärischer Übungsplatz betrieben. Auch aus diesem Grund gilt es, die Wege nicht zu verlassen. Heute prägen großräumige Offenflächen und Vorwaldstadien den Charakter des Gebiets. Große Heideflächen wechseln sich hier mit Sandoffenflächen, Silbergrasfluren und Birken-Kiefern-Vorwaldstadien ab. Bemerkenswerte Pflanzenarten des Gebietes sind u.a. Silbergras (Corynephorus canescens), Niedrige Schwarzwurzel (Scorzonera humilis), Wacholder (Juniperus communis) und natürlich die Besenheide (Calluna vulgaris). Zu den besonderen Lebensräumen gehören mehrere offene Binnendünen mit einer Länge von bis zu 600 Meter. Im Bereich des Wacholderberges befinden sich Relikte des Traubeneichen-Kiefernwaldes. Die Offenflächen, Heiden und Vorwaldstadien sind Lebensraum gefährdeter Tierarten wie Ziegenmelker (Caprimulgus europaeus), Brachpieper (Anthus campestris), Glattnatter (Coronella austriaca) sowie zahlreicher wärmeliebender Insektenarten.

In der Massower Heide wurde in den vergangenen Jahren vom Flächeneigentümer, der Hatzfeld-Wildenburg‘schen Forstverwaltung, viel getan, um Sandtrockenrasen, Binnendünen und Heiden zu erhalten. Dazu trägt auch die Schafbeweidung durch die Agrargenossenschaft Löpten-Briesen bei.

Gebiet

  • Naturpark Dahme-Heideseen

Meldung vom 18.08.2022