Replinchener See

Das etwa 12 Hektar große FFH-Gebiet Replinchener See befindet sich etwa 4 km südwestlich von Halbe, an der Autobahn A 13. Es entspricht in der Abgrenzung dem gleichnamigen NSG. Es ist Bestandteil des bewaldeten Talsandgebietes der Forst Staakow.

Beim Replinchener See handelt es sich um ein Verlandungs-Kesselmoor mit charakteristischer Vegetationsausbildung. Im Zentrum befindet sich ein dystropher Moorsee mit vereinzelten Seerosen-Beständen. An die Seefläche grenzen Torfmoos-Wollgras-Schwingrasen an. Im Anschluss an die Zwischenmoorbildungen kommen auf bereits verfestigten Standorten Kiefer-Birken-Moorgehölze vor. Durch zeitlich befristete Grundwasseranstiege in den vergangenen Jahren sind weite Bereich der Moorkiefern-Bestände abgestorben (ertrunken).

Im Moorrandbereich wächst ein Bestand des Gagelstrauchs (Myriva gale). Hierbei handelt es sich um eine künstliche Ansiedlung aus den 1980er Jahren, die Pflanzen wurden aus Abbauflächen des Bergbaus in der Niederlausitz umgesiedelt.

Innerhalb der kiefernreichen Übergangsbereiche zu den Mineralböden wachsen größere Bestände vom Sprossenden Bärlapp. Umgeben ist der Moorkessel von Kiefer-Altersklassenwald. Nach Auflichtungen und Inititalmaßnahmen kommt es in diesen Bereichen zu einer Laubmischwald-Naturverjüngung.

Das FFH-Gebiet befindet sich im Forstrevier Massow der Hatzfeldt-Wildenburgischen Forstverwaltung. Altanlagen von Stegen und Trittwegen (alte Angelstellen) zum sensiblen Moorsee wurden um das Jahr 2000 rückgebaut bzw. entfernt.

BfN - Lebensraumtypen und Arten

Abgrenzung des FFH-Gebiets

Adresse

Waldweg zwischen Halbe und Massow
15757 Halbe

Gebiet

  • Naturpark Dahme-Heideseen

Kategorien

  • FFH-Gebiet