„Weidmannsheil“: Jagen für den Klimaschutz

Bereits seit November organisieren die Jäger*innen Ansitzdrückjagden in den Wäldern des Naturparks Dahme-Heideseen, um so effektiv die Wildbestände zu reduzieren. Dazu gehen Treiber und Hunde in die Einstände des Wildes, um das Wild aufzuscheuchen. Die Schützen sitzen meist auf jagdlichen Ansitzeinrichtungen und versuchen das Wild zu erlegen.

Am 16.12.2022 organisierte die Landeswaldoberförsterei Hammer eine solche Jagd bei -15°C und Sonnenschein in der Dubrow. Noch bis Anfang 2023 wird es Ansitzdrückjagden im Naturpark Dahme-Heideseen geben.

Bitte achten Sie zu dieser Jahreszeit ganz besonders auf die Warnschilder, die vor jeder Jagd an Straßen im Randgebiet aufgestellt werden, um Ihren Waldspaziergang oder die Pilzsuche zu einem ungefährlichen Ausflug zu machen. Besonders bei regnerischem Wetter oder trüben, schlechten Sichtverhältnissen Nebel kann es sonst leicht zu tragischen Unfällen kommen, die es zu vermeiden gilt.

Jägerinnen und Jäger sind wichtige Partner beim Waldumbau im Klimawandel. Allerdings kommt Brandenburg beim Waldumbau nur langsam voran. Für den Umbau hin zu klimastabilen Wäldern ist die Jagd ein wichtiger Baustein. Denn die hohe Wilddichte in Brandenburgs Wäldern sorgt dafür, dass der Waldumbau oft nur dort gelingt, wo die Flächen mit Zäunen vor dem an den jungen Trieben interessierten Wild geschützt sind.

Ansitzdrückjagden sind effektiv und stellen zugleich eine relativ störungsarme Jagdart dar. Diese Jagd findet nur alle ein bis zwei Jahre auf derselben Fläche statt und bringt somit für die Fauna des Waldes weniger Unruhe mit sich, als regelmäßige kleinere Jagden.

Frisches Wildbret aus heimischen Revieren erhalten Sie direkt in der Wildkammer der Landeswaldoberförsterei Hammer.

Gebiet

  • Naturpark Dahme-Heideseen

Meldung vom 16.12.2022