Schutzgebiete im Naturpark Dahme-Heideseen

Der Naturpark ist in großen Bereichen Landschaftsschutzgebiet (LSG). Besonders repräsentative Gebiete mit ihren Pflanzen, Tieren und Biotopen sind als Naturschutzgebiete (NSG) ausgewiesen. Einzelschöpfungen der Natur oder kleinere Gebiete mit einer Größe bis zu Fünf Hektar sind als  Naturdenkmal (ND) gesichert.

Die meisten Schutzgebiete sind im Netz der europäischen Schutzgebiete NATURA 2000 verankert. NATURA 2000 umfasst Schutzgebiete der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) und Vogelschutzgebiete (SPA).

Natura 2000 im Naturpark Dahme-Heideseen

Naturschutzgebiete im Naturpark

Binnendüne Waltersberge

Sandoffenflächen der Binnendüne (Foto: G. Heyne)
Sandoffenflächen der Binnendüne (Foto: G. Heyne)

Größe: 14 Hektar

Unterschutzstellung: Beschluss des Bezirkstages Frankfurt/Oder v. 14.03.1990

Das Naturschutzgebiet ist Bestandteil der Landschaftseinheit Saarower Hügel als Teil des Ostbrandenburgischen Heide- und Seengebietes. Prägend für das NSG ist eine, durch Dünenbildung entstandene starke Reliefausbildung mit Vorkommen von Trockenlebensräumen wie offene Binnendünen, Sandrasen, Kieferngehölze und Kiefernwälder.

Seit mehreren Jahren wurden und werden intensive biotopeinrichtende Maßnahmen zum Erhalt und zur Entwicklung der Offen- und Trockenlebensräume durchgeführt (Entfernung von Kiefernforsten, Freistellung von solitären Bäumen und Baumgruppen, Einrichtung von Sandrasen durch Plaggen, Beweidung von Offenflächen und lichten Gehölzbeständen). Das Schutzgebiet ist Bestandteil des Life-Projektes „Sandrasen im Dahme-Seengebiet“ (Laufzeit: 2013 bis 2019).  Das Gebiet ist frei zugänglich (kein Wegegebot). Durch das Gebiet führen Wanderwege und ein Naturerlebnisbereich.

Das NSG entspricht in seiner Abgrezung dem gleichnamigen FFH-Gebiet.

FFH Binnendüne Waltersberge

Unterwegs-Flyer Binnendüne Waltersberge (0,6 MB)

Ergebnisbericht GEO-Tag 2010 “Wir erforschen die Binnendüne Waltersberge bei Storkow”

 

 

Briesensee und Klingeberge

Winter am Briesensee (W. Klaeber)
Winter am Briesensee (W. Klaeber)

Größe: 80 Hektar

Das seit 2002 fest gesetzte Naturschutzgebiet befindet sich etwa 3 km südwestlich von Teupitz, am Süd- und Südwestufer des Tornower Sees. Es handelt sich um den Briesensee, das Süd- und Südwestufer des Tornower See sowie die an die Seen angrenzenden Moränen-Hanglagen (Landschaftseinheit Zossen-Teupitzer Hügelland).

Prägend  sind die beiden Seen, ein weitestgehend naturnah verlaufendes  Fließ (Briesenseegraben) sowie mehrere Quellbereiche, von denen der als Naturdenkmal geschützte „Klingespring“ als markante Hangquelle ausgebildet ist.  Die Wasserqualität des Briesensee ist seit langem augenscheinlich in einem schlechten Zustand, dies wirkt sich auf die Wasserqualität des Briesenseegraben aus.  Die reliefreichen Hanglagen sind abschnittsweise mit autochthonen Altkiefernbeständen bestockt. An den Hangebereichen kamen zahlreiche Wintergrün- und Bärlapparten vor. Durch Nutzungsänderung (fehlende Bauernwald- und Streunutzung) sind diese Vorkommen in den letzten Jahrzehnten stark zurück gegangen und konzentrieren sich aktuell heute fast nur noch im Bereich einiger kleiner Tongruben. Im Gebiet gibt es eine kleine landwirtschaftliche Nutzfläche (Feuchtwiese im Programm Vertragsnaturschutz).

Das Schutzgebiet ist ein beliebtes Ausflugsgebiet für Naturwanderungen. Durch das Gebiet führen ausgewiesene Wanderwege und ein Naturlehrpfad. Am Tornower See befinden sich Badestellen. Früher hier liegende Zeltplätze wurden nach 1990 vollständig rückgebaut.

Das gleichnamige FFH-Gebiet entspricht in seiner Abgrenzung dem NSG.

Verordnung des NSG Briesensee-Klingeberg

NSG Briesensee und Klingeberg in der Wikipdia

Dahmetal bei Briesen

Die Dahme an den Hängen des Eichbergs bei Briesen (Foto: W. Klaeber)

Größe: 424 Hektar

Das seit 2008 ausgewiesene Naturschutzgebiet Dahmetal bei Briesen liegt zwischen Staakow im Südwesten und Teurow im Nordosten.

Zentraler Bestandteil des Schutzgebietes ist der naturnahe in weiten Bereichen unverbaute Gewässerverlauf der Dahme mit seinen Altarm- und Mäander-Ausbildungen. Im Bereich der Talrandlagen sind abschnittsweise naturnahe Stieleichen-Hainbuchenwälder vorhanden. Hier befinden sich auch isolierte Vorkommen natürlicher Buchenbestände. Im Bereich trockener Talsandkuppen, der Hangbereiche der Talränder sowie innerhalb der Übergangsbereiche vom Wald zum Offenland befinden sich kleinflächig Ausbildungen von Sandtrockenrasen. Westlich von Freidorf liegt das Torfmoosmoor „Schmolluch“.   Die zentralen Niederungsbereiche beidseitig des Dahmefließes werden landwirtschaftlich, vorrangig im Ökolandbau, bewirtschaftet. Bedingt durch ein ausgedehntes, auf DDR-Zeiten zurückgehendes,  Entwässerungsggraben-System sind die hier ursprünglich vorkommenden Niedermoorbereiche weitestgehend  verloren gegangen.   

Das FFH-Gebiet ist Bestandteil der Life-Projekte „Sandrasen im Dahme-Seengebiet“ und „Feuchtwälder“.

Life-Projekt Sandrasen

Life-Projekt Feuchtwälder

Durch das Gebiet führen lokale Wanderwege. Landschaftlich besonders eindrucksvoll sind die Abschnitte an der Dahme zwischen Briesen und Freidorf.

Verordnung über das Naturschutzgebiet „Dahmetal bei Briesen“

FFH Dahmetal

Dolgensee

Blick auf die Insel im Dolgensee (W. Klaeber)

Größe: 308 Hektar

Das 1995 fest gesetzte Naturschutzgebiet befindet sich  in einer Talsandebene innerhalb der Landschaftseinheit Dahme-Seengebiet. Zentraler Bestandteil ist der Dolgensee, der von der Dahme durchflossen wird.  Eine kleine Schwemminsel im westlichen Teil des Sees ist bedeutsam als Brutgebiet für Wasservögel. 

Den See umgeben Röhrichte, Niederungswälder und Feuchtgrünland. Kleinflächig Reste naturnaher Flechtenkiefernwälder und offener Binnendünen sind in den letzten Jahren durch ausbleibende historische Waldnutzung weitestgehend verloren gegangen. Die landwirtschaftlichen Flächen werden im Biolandbau sowie konventionell bewirtschaftet.  Der See ist Bundeswasserstraße.

Das NSG entspricht in seiner Abgrenzung dem gleichnamigen FFH-Gebiet.

Verordnung über das Naturschutzgebiet „Dolgensee“

FFH Dolgensee

 

 

Dubrow

Blick in das Naturentwicklungsgebiet der Dubrow (Foto: W. Klaeber)

Größe: 211 Hektar

Schutzanordnung vom 30.3.1961

Das Naturschutzgebiet Dubrow befindet sich südlich von Gräbendorf, nördlich angrenzend an die Schmölde und den Hölzernenen See. Es umfasst das Naturschutzgebiet Dubrow und Teilbereiche des  Förstersee. Die Dubrow gehört zum Komplex der Moränenbildungen der Pätzer Berge, Dubrowberge und Katzenberge. Alle drei Gebiete besitzen eine große Bedeutung für die Vorkommen des kontinental geprägten Kiefern-Eichenmischwaldes in seiner naturnahen Artenzusammensetzung. Teilbereiche der Dubrow sind als Naturentwicklungsgebiet (Schutzzone I) ausgewiesen.

Die Waldbestände des Trauben-Eichenmischwaldes, entstanden im Zuge historischer Waldnutzung (Waldweide und königliches Jagdgebiet vom 17. bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts).  Durch Ausbleiben der historischen Nutzung ist seit Jahrzehnten ein Ausdunkeln und späteres Absterben der Alteichenbestände zu registrieren. Dies fördert einerseits Tot- und Altholz liebende Insekten wie den Hirschkäfer, führt aber zum Verlust der Altbaumvorkommen.  Zur Dubrow gehört auch der Förstersee, ein eutropher Flachsee mit angrenzenden  Verlandungs- und Torfmoosbereichen. 

Der Name Durow ist slawischen Ursprungs.  "Dub" bedeutet Eiche.

FFH Dubrow

Groß Schauener Seenkette

Größe 1.900 Hektar

Im Jahre 2000 wurde Naturschutzgebiet "Groß Schauener Seenkette" ausgewiesen.  Den zentralen Teil des Gebietes nehmen die großflächig ausgebildeten eutrophen bis polytrophen Flachseen ein. Sie weisen weitgehend naturnahe, durch Röhrichte, Feuchtwiesen und Ufer begleitende Feuchtwälder gekennzeichnete Verlandungsbereiche auf. Dies trifft auch für die östlich der Groß Schauener Seenkette gelegenen Seen Alter Wochowsee und Küchensee zu. Für die übrigen Bereiche des NSG ist ein Mosaik aus land- und forstwirtschaftlich genutzten Flächen kennzeichnend. Die Grünlandbereiche sind von Hecken und Kopfweidenreihen durchsetzt. Lokal begrenzte Besonderheiten der Biotopausbildung sind einzelne Salzstellen in den Marstallwiesen und der Halbinsel „Woppusch“ sowie torfmoosreichen Zwischenmoorbildungen an der „Halbinsel“ östlich des Schweriner Waldes. 

Große Bereiche des Schutzgebiets befinden sich im Eigentum der Sielmann-Stifung (Sielmanns-Naturlandschaf Groß Schauener Seenkette).  Um die Seenkette  führt ein ausgewiesener Rad-Naturerlebnisweg. Zwei Aussichtstürme ermöglichen Ausblicke über die Wasserflächen.

Das NSG ist in seiner Abgrenzung Teilgebiet des SPA-Gebietes "Spreewald und Lieberoser Endmoräne" sowie des FFH_Gebiets "Groß Schauener Seenkette".

Verordnung über das Naturschutzgebiet „Groß Schauener Seenkette"

Sielmanns Naturlandschaft Groß Schauener Seen

Rad- und Wander-Rundweg Schauener Seen

 

 

Katzenberge

Winter in den Katzenbergen. Knorrig präsentieren sich die Alt-Eichen (Foto: W. Klaeber)
Winter in den Katzenbergen. Knorrig präsentieren sich die Alt-Eichen (Foto: W. Klaeber)

Größe 143 Hektar

Das seit 2004 fest gesetzte Naturschutzgebiet "Katzenberge befindet sich südlich des Schmöldesees. Im Süden schließen sich ausgedehnte Talsandflächen an. Es gehört zum Komplex des Moränenzuges der Pätzer Berge und Dubrowberge (Naturräumliche Landschaftseinheit Dahme-Seengebiet).

Die Katzenberge gehören zusammen mit den Radebergen und der Dubrow zum zentralen Bereich des kontinental geprägten Kiefern-Eichenmischwaldes in seiner naturnahen Artenzusammensetzung innerhalb des Dahme-Seengebietes. Im Bereich der ufernahen Hanglagen zur Schmölde treten begünstigt durch thermophile Standortverhältnisse wäremliebende Saumgesellschaften auf. Der ausgeprägt vorkommenden Alt- und Totholzanteil ist Lebensraum seltener Insektenarten wie Eichenbock und Hirschkäfer.

Die Flächen des NSG befinden sich auf Flächen eines früheren Sperrgebiets und wurden 2015 im Rahmen der sogenannten dritten Tranche dem „Nationalen Naturerbe“ zugeordnet. Darüber hinaus gehören die Flächen im Eigentum des Bundes zu zertifizierten Flächenpool des Naturschutzes „Streganz“.  Im Rahmen von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen wurden in einzelnen Waldabschnitten Kompensationsmaßnahmen, z.B. die Freistellung von Alteichen, durchgeführt. Einzelne Bereiche wurden als "Prozesschutzflächen" aus der forstlichen Bewirtschaftung genommen. 

Das NSG entspricht in seiner Abgrenzung dem gleichnamigen FFH-Gebiet "katzenberge"

Kultur- und Waldhistorische Bedeutung haben die Katzenberge als ehemaliges Hogjagdgebiet der Hohenzollern. Ein Gedenkstein, neben einem Stein zur Nachhaltigkeit, erinnert an die letzte "Kaiserjagd"  im Jahre 1913.

Verordnung über das Naturschutzgebiet „Katzenberge“

BfN - Nationales Natuererbe

Gedenksteine in den Katzenbergen

Kleiner Griesensee

Sumpfporstblüte am Kleinen Griesensee

Größe: 23 Hektar

Schutznordnung vom 11. August 1937

Das Naturschutzgebiet Kleiner Griesensee befindet sich innerhalb des Talsandgebiets der Storkower Heide.  Bei dem See handelt es sich um einen Moorsee umgeben von torfmoosreichen Zwischenmoor-Verlandungszonen. Die See- und Moorflächen sind von Kiefern-Alterklassenwald umgeben.  

Die Flächen des FFH-Gebietes befinden sich in einem militärischen Übungsbereich und sind nicht frei zugänglich.

Der Kleine Griesensee ist Bestandteil des FFH- Gebiets "Griesenseen"

FFH Griesenseen

Kleine- und Mittelleber

Winterstimmung in der Mittel-Leber (Foto: W. Klaeber)
Winterstimmung in der Mittel-Leber (Foto: W. Klaeber)

Größe: 75 Hektar

Das im Jahre 1995 fest gesetzte Natursachutzgebiet "Kleine- und Mittelleber" ist eine verlandete und vermoorte Schmelzwasserrinne im nordwestlichen Bereich des Naturparks. Bis 1990 gehörte bzw. tangierte das Gebiet einen militärischen Standortbereich, in Teilbereichen existierten Belastungen mit Einschränkungen des Betretungsrechts. Durch Maßnahmenb des Gebietswasserhaushaltes sind Erlenbruchbereiche in größerene Abschnitten abgestorben (ertrunken).

Das Gebiet ist nicht durch Wanderwege erschlossen kann aber auf Wegen erlebt werden. Ganz im Süden tangiert der 66-Wanderweg das Schutzgebiet

Verordnung über das Naturschutzgebiet „Kleine und Mittelleber“

Auf dem 66-Seen-Wanderweg

Laie und Langes Luch

Größe; 88 Hektar

Das im Jahre 2002 fets gesetzte Naturschutzgebiet  "Laie - Langes Luch" befindet sich 2 km südöstlich von Groß Eichholz, südlich der Kolonie Eichholz. Es ist Bestandteil des ausgedehnten Dünen- und Talsandgebietes nördlich des Neuendorfer Sees.

Beim südlichen Teilbereich des Langen Luch handelt es sich um ein verlandetes Zwischenmoor mit weitestgehend gehölzfreien Pfeifengras-, Torfmoos- und Seggenbeständen. Im zentralen Bereich des Langen Luchs befinden sich verlandende Gräben sowie Reste ehemaliger Kleinsttorfstiche. Auf weitestgehend offenen Torfschlammböden befinden sich Ausbildungen von Moorschlenken. Innerhalb der als Feuchtgrünland genutzten nördlichen Bereiche, der Laie, befinden sich vereinzelte Kleingewässer und Moorsenken mit Wasserpflanzen- und Moorschlenken-Gesellschaften. Im Übergangsbereich der Moor-Niederungen zum angrenzenden Kiefern-Altersklassenwald in der Randlage des Schutzgebietes kommen fragmentarische Heidesäume sowie Silbergras- und Straußgras-Sandtrockenrasen vor.

Bis in die jüngere Vergangenheit existierte in dem Gebiet ein Vorkommen der Glockenheide. Diese konnte in den letzten Jahren nicht mehr beobachtet werden. Die Kiefernbestände im Langen Luch sind durch hoch anstehende Gebietswasserverhältnisse vor einigen Jahren abgestorben.

Das Naturschutzgebiet ist mit gleichem namen als FFH Gebiet ausgewiesen.

Verordnung über das Naturschutzgebiet „Laie-Langes Luch“

Linowsee-Dutzendsee

Größe: 58 Hektar

Das im Jahre 1995 fest gesetzte Naturschutzgebiet "Linowsee-Dutzendsee" befindet sich zwischen den Ortslagen Streganz (im Nordwesten) und Schwerin (im Südosten). Das NSG grenzt südwestlich an den Gewässerkomplex der Groß Schauener Seen.

Das NSG umfasst zwei Flachseen mit angrenzenden Bruchwäldern und ausgedehnten Grünlandbereichen. Beim Linowsee handelt es sich um ein ehemals mesotrophes, heute eutrophes Gewässer mit Vorkommen von Großem Nixkraut. In den Röhrichtzonen wachsen größere Schneiden-Bestände. Der Dutzendsee ist auf Grund früherer Entwässerungsmaßnahmen weitestgehend verlandet. An die See schließen sich ausgedehnte Röhrichtzonen sowie Erlenbrüche an. Umgeben sind die Gewässer- und Uferverlandungsbereiche von Feuchtgrünländern, z.T. in der Ausbildung extensiv genutzter Mäh-Feuchtwiesen.

Verordnung über das Naturschutzgebiet „Linowsee - Dutzendsee“

Leue und Wilder See

Wilder See um 1950 (Adolf Straus)
Historische Aufnahme vom Wilden See um 1950 (Adolf Straus)

Größe: 4,25 Hektar

Schutzanordnung - Reg.-Präs. Potsdam vom 4.1.1938

Das Naturschutzgebiet "Leue" befindet sich 4 km nordwestlich von Groß Köris, östlich der Autobahn A 13. Es ist Bestandteil des gewässerreichen Talsandgebietes zwischen den Köriser Heideseen und den Pätzer Seen.

Bei der Leue handelt es sich jeweils um kalkreiche-oligotrophe bis mesotrophe Restseen mit Wasserschlauch- und Armleuchteralgen-Grundrasen sowie anteiligen Seerosen-Schwimmblattbeständen.  Ein großer Teil der Moorflächen wird von Moorgehölzen eingenommen. Im nördlichen Abschnitt existierten Restbestände extensiv genutzter Feuchtwiesen, die aber zunehmen zuwachsen. Bis Mitte der 1950er Jahre gab es in der Leue noch Vorkommen vom Lungen-Enzian. Umgeben sind die Moorkessel von saumartigen Ausbildungen des Pfeifengras-Stieleichenwaldes sowie Kiefern-Alterklassenwald.

Zusammen mit dem Wilden See ist die Leue als FFH Gebiet "Leue und Wilder See" ausgewiesen.

FFH Leue und Wilder See

 

 

 

Löptener Fenne-Wustrickwiesen

Größe: 217 Hektar

Das im Jahre 1998 fest gesetzte Naturschutzgebiet "Löptener Fenne - Wustrickwiesen" befindet sich zwischen den Orten Groß-Köris, Löpten und Klein Köris. Innerhalb einer Talsandebene handelt es sich um eine nach Norden in den Großen Moddersee entwässerndes Niedermoorgebiet. 

Zentraler Bestandteil des Schutzgebietes sind verlandende, eutrophe Restseen, großflächige Verlandungsmoore mit ausgedehnten Röhrichten und Bruchwäldern sowie die naturnahen  Fließgewässerabschnitte des Wustrickgrabens. Innerhalb der gehölzfreien Bereiche treten basische Moorbereiche auf.  Innerhalb der Bruchbereiche befinden sich neben Erlenbrüchen Ausbildungen des Torfmoos-Moorbirkenwaldes. Die ausgedehnten Röhrichtzonen werden vom Schilf  charakterisiert. Die naturnahen Fließgewässerabschnitte werden über weite Bereiche von Bruchwald gesäumt. Im Norden sind Bereiche des eutrophen Moddersees in das Schutzgebiet einbezogen. Innerhalb der Randlagen des Schutzgebietes befinden sich extensiv genutzte Feuchtwiesen und -weiden sowie Trockenrasen- und Heidesäume.

Das FFH-Gebiet ist Bestandteil mehrerer EU-Life-Projekte. Im Rahmen des Projektes Kalkmoore Brandenburgs wurden die Gebietswasserverhältnisse im Bereich der Löptener Fennen nachhaltig verbessert . Durch das Gebiet führen ausgewiesene Wanderwege sowie der „Hofjagdweg“.

Verordnung über das Naturschutzgebiet „Löptener Fenne-Wustrickwiesen“

FFH „Löptener Fenne-Wustrickwiesen“

Luchwiesen bei Philadelphia

Salz-Dreizack in den Luchwiesen (Foto: Sonnenberg)

Größe: 103 Hektar

Das seit 1974 gesicherte und 1990 fest gesetzte Naturschutzgebiet "Luchwiesen bei Philadelphia" befindet sich westlich von Storkow im Bereich einer ausgedehnten Talniederung. Die Luchwiesen bilden zusammen mit den Marstallwiesen und den Niederungsbereichen um die Groß Schauener Seen einen besonders wertvollen und großräumigen Komplex von Binnensalzstellen in Brandenburg.

Das Gebiet wird geprägt durch unterschiedliche Grünlandbereiche. Diese enthalten die gebietsprägenden Salzstellen. Im Westen des Gebietes existiert ein Kleingewässer mit ausgeprägten Krebsscherenbeständen. Im Bereich zum Storkower Kanal existieren Erlengehölze und Grünlandbrachen.

Die Salzstellen im FFH-Gebiet sind in einem überwiegend guten Erhaltungszustand. Die ehemals vorkommenden Orchideenbestände der Feuchtwiesen sind aber weitestgehend erloschen.  

Das FFH-Gebiet war von 2005 bis 2010 Bestandteil des EU-Life-Projekts „Binnensalzstellen Brandenburgs“. Innerhalb des Life-Projekts erfolgten Maßnahmen zur Stabilisierung der Gebietswasserverhältnisse, Förderungen von Nutzungseinrichtungen und ersteinrichtenden Maßnahmen im Bereich von Röhricht-Sukzessionsstadien mit der Zielsetzung der Offenhaltung.  

Die Luchwiesen sind ein bedeutsames Brut- und Rastgebiet für Wat- und Wasservögel. Durch das Gebiet führt der "Salzweg" ein thematischer Natur-Wanderweg. Durch die Naturwacht werden regelmäßig Monitoringmaßnahmen und naturkundliche Führungen durchgeführt.  

Das Naturschutzgebiet Luchwiesen - JahreBuch 2004 (PDF)

Salzweg bei Storkow

EU-Life-Projekt "Binnensalzstellen Brandenburgs"

FFH Luchwiesen

Mahnigsee-Dahmetal

Dahmetal westlich von Märkisch Buchholz © W. Klaeber)

Größe: 330 Hektar

Das seit 1998 ausgewiesene Naturschutzgebiet Mahnigsee-Dahmetal liegt zwischen Teurow im Südwesten und Märkisch Buchholz im Nordosten.

Zentraler Bestandteil des Schutzgebietes ist der naturnahe in weiten Bereichen unverbaute Gewässerverlauf der Dahme mit seinen Altarm- und Mäander-Ausbildungen. Die zentralen Niederungsbereiche beidseitig des Dahmefließes sind mit Brüchen bewaldet oder werden landwirtschaftlich, vorrangig im Ökolandbau, bewirtschaftet.

Zusammen mit dem NSG "Dahmetal bei Briesen" ist das NSG "Mahnigsee-Dahmetal Bestandteil des FFH-Gebiets "Dahmetal"

Verordnung über das Naturschutzgebiet „Mahnigsee-Dahmetal“

FFH Dahmetal

 

 

Milaseen

Uferbereich des Großen Milasees (Foto: Hans Sonnenberg)
Uferbereich des Großen Milasees (Foto: Hans Sonnenberg)

Größe 117 Hektar

Das im Jahre 2003 fest gestezte Naturschutzgebiet Milaseen liegt südlich der Landstraße Kehrigk-Limsdorf. Die Milaseen liegen im dünenreichen Talsandgebiet nördlich des Neuendorfer Sees (Naturräumliche Landschaftseinheit Dahme- Seengebiet).

In dem NSG liegen der Große und der Kleine Milasee. Der Große Milasee gilt als der sauberste See im Naturpark Dahme-Heideseen. Es handelt sich um einen mesotrophen, neutralen bis schwach sauren Klarwassersee mit Uferröhrichten aus Binsenschneide, mit Schilf- und Sumpfbinsen- Beständen. In den Flachwasserbereichen kann man Bestände mit dem Strandling finden, einer kleinen in Deutschland stark gefährdeten Pflanzenart. Beim Kleinen Milasee handelt es sich um einen dystrophen Moorsee, umgeben von torfmoosreichen Zwischenmoor-Verlandungszonen und Kiefern-Birken- Moorgehölzen. Ein weiteres kleineres Kesselmoor befindet sich im südlichen Bereich.

In den Moorbereichen wachsen seltene Moorarten wie Sonnentau, Sumpfport und Schlamm-Segge. Auch die Große Moosjungfer und den Fischotter leben in dem FFH-Gebiet. In den Mooren wurden vor einigen Jahren Gehölze (v. a. Kiefern) entfernt. Durch diese Pflegemaßnahme kann wieder mehr Licht in den Lebensraum gelangen, wovon vor allem Licht liebende Insektenarten profitieren. Die Gewässer- und Moorbereich werden von bewaldeten Dünenzügen umgeben. Auf den sandigen Böden wechseln sich Kiefern-Altersklassenwäldern mit Flechten- Kiefernwaldbeständen und Sandoffenflächen ab. In diesen extrem nährstoffarmen Habitaten leben seltene Arten wie die Glattnatter.

Ein am Großen Milasee betriebenes Ferienlager wurde nach Nutzungsauflassung bis 2009 im Rahmen von Kompensationsmaßnahmen vollständig zurück gebaut. 

Verordnung über das Naturschutzgebiet „Milaseen“

FFH Milaseen

Mühlenfließ-Sägebach

Quelle an den Kaltwasserteichen (Foto: Klaeber)
Quelle an den Kaltwasserteichen (Foto: Klaeber)

Größe: 167 Hektar

Das seit 1997 fest gesetzte Naturschutzgebiet "Mühlenfließ-Sägebach"befindet sich etwa 1 km südwestlich von Teupitz, zwischen dem Teupitzer See (im Norden) und Neuendorf (im Süden). Es handelt sich um eine Niederungslandschaft nördlich des Teupitzer Hügellandes.

Zum zentralen Bereich des Schutzgebietes gehören zwei in den Teupitzer See entwässernde naturnahe Fließgewässer. Die Fließe werden durch einzelne Sturzquellen sowie zahlreiche Sickerquellen gespeist, das Mühlenfließ bildet die natürliche Entwässerung des Tornower Sees. Im Bereich der an die Fließgewässer angrenzenden extensiv genutzten Feuchtgrünländer an. Hier kommt punktuell die montan verbreiteten Herbst-Zeitlose vor. Relikte früherer Torfstiche sind einzelne Kleingewässer mit flächendeckenden Krebsscheren-Beständen.

In den östlichen Randlagen des Gebiets (aber bereits außerhalb) gibt es an früheren Kiesabbaustandorten größere Wintergrün- und Bärlappvorkommen sowie einen sehr kleinen Bestand des sehr seltenen Katzenpfötchens.   

Das NSG war Bestandteil des EU-Life-Projekts „Kalkmoore Brandenburgs“ und ist Bestandteil des Life-Projekts „Sandrasen im Dahme-Seengebiet“. Im Rahmen des Kalkmoorprojekts erfolgten Maßnahmen zur Verbesserung der Gebietswasserverhältnisse (Sohlanhebungen im Bereich Kaltwasserteiche, Flachabtorfungen und Gehölzfreistellungen.) Freistellungen und Biotop einrichtende Maßnahmen erfolgen im Rahmen des Sandrasenprojekts. Im Rahmen des Vertragsnaturschutzes sowie durch Pflegeeinsätze des NABU werden einzelne kleine Feuchtwiesen betreut.  

Durch und entlang des FFH-Gebiet führt der Wanderweg "Um die Seen zwischen Teupitz und Tornow".  Bei Neuendorf befindet sich die beliebte Ausflugsgaststätte "Zur Mittelmühle"

Das NSG entspricht in seiner Abgrenzung bis auf kleine Abweichungen im Osten dem gleichnamigen FFH-Gebiet "Mühlenfließ-Sagebach".

Verordnung über das Naturschutzgebiet "Mühlenfließ - Sägebach"

FFH Mühlenfließ Sägebach

Rundwanderweg "Um die Seen zwischen Teupitz und Tornow"

Pätzer Hintersee

Am Pätzer Hintersee (Foto: W. Klaeber)
Am Pätzer Hintersee (Foto: W. Klaeber)

Größe: 461 Hektar

Das 1998 fest gesetzte Naturschutzgebiet "Pätzer Hintersee" befindet sich südöstlich von Bestensee, bzw. südwestlich von Pätz. Im Westen grenzt das Schutzgebiet an die Bahnstrecke Berlin-Cottbus.

Das Schutzgebiet umfasst den gesamten Gewässer- und Uferverlandungsmoorbereich des Pätzer Hintersees mit ausgedehnten Niederungswäldern, Zwischenmooren und Röhrichten. Im Süden befindet sich mit dem Merkhorst eine mit Laubmischwald bestockte Erhebung. In den Randlagen befinden sich extensiv genutzte Grünlandbereiche. Im Übergangsbereich der Grünlandniederungen zu den bewaldeten Hanglagen sowie auf einzelnen kleinen Kuppen befinden sich kleinförmig Sandtrockenrasen und Trockensäume. Zu den Kernbereichen des Schutzgebietes zählen die im Südwesten an die Gewässer- und Röhrichtbereiche des Hintersees anschließenden kalkreichen Verlandungsmoorbereiche mit Kleinseggen- und Flächmoorwiesen. Weidengebüsche bilden die Übergangsbereiche zwischen den Verlandungsmoorbereichen und den Feuchtwiesen. Ausbildungen reicher bis armer Feuchtwiesenbereiche wechseln mit Hochstaudenfluren.  

Die landwirtschaftliche Nutzung der Grünländer erfolgt im Biolandbetrieb. Das FFH-Gebiet war Bestandteil des EU-Life-Projekts „Kalkmoore Brandenburgs“. Im Rahmen des Projekts wurden ersteinrichtende  Maßnahmen auf Moorflächen, wie Gehölzbeseitigung und Mulchmahd, durchgeführt. Es erfolgten Managementmaßnahmen zur dauerhaften Sicherung der Gründland-Pflegenutzung. Das Gebiet ist auch Bestandteil des Life-Projekts „Sandrasen im Dahme-Seengebiet“. Im Rahmen des Projekts werden zugewachsene Offenflächen wieder geöffnet und langfristige Pflegenutzungen etabliert. Im Bereich Liepe wurden Gebäude nach Nutzungsaufgabe rückgebaut, es erfolgte eine ersteinrichtende Biotop-Entwicklungsmaßnahme. Südlich des Pätzer Hintersees werden Moor- und Waldflächen langjährig vom NABU Dahmeland betreut . Teilweise befinden sich die Flächen im Vertragsnaturschutz.

Durch das FFH-Gebiet führt ein Wanderweg und ein regional bedeutsamer Radweg tangiert das Gebiet.

Verordnung über das NSG "Pätzer Hintersee"

Radweg Hofjagdweg