01.03.2019 Aktiver Schutz für bedrohte Amphibien zum Saisonstart

Unke hin, Unke her.

Zum Saisonstart wurde ein über 100 Meter langer Abschnitt der Landstraße zwischen Limsdorf und Ahrensberg mit einem Amphibienschutzzaun und Eimern versehen, die absofort täglich kontrolliert und geleert werden. Damit sollen hunderte Rotbauchunken und Kammmolche geschützt werden, die bald zu ihrem begehrten Laichgewässer, dem Reichards-Luch im FFH-Gebiet Schwenower Forst Ergänzung aufbrechen und den angrenzenden Straßendurchlass nicht von allein finden. Aktuell leider nur wenig wasserführend, bietet das Laichgewässer alljährlich optimale Bedingungen, damit sich diese vom Aussterben bedrohten Arten dort fortpflanzen können, sofern sie das Überqueren der Landstraße überleben. So wollen wir aktiv vor Ort einen Beitrag zum Erhalt des mitunter letzten großen Vorkommens dieser Amphibienpopulationen leisten. Wir sind schon gespannt auf die Zahlen!

Erste Ergebnisse vom 19. März

Der Aufwand macht sich bezahlt: Die Helfer zählten und retteten vom 1. bis 19. März bereits knapp 300 Tiere. Am häufigsten in die Eimer getappt sind Kammolche, hiervon fanden sich insgesamt 189 Tiere. Am zweithäufigsten ließ sich die Rotbauchunke mit 71 Tieren zählen. Vereinzelt tauchten auch Grün- und Braunfrösche, Erdkröte- und Knoblauchkröten sowie Teichmolche in den Eimern auf. Ein guter Start!

 

Hier finden Sie mehr:

Infos zur einst sehr häufigen Rotbauchunke in Brandenburg

Infos zum Kammmolch in Brandenburg

Gebiet

  • Naturpark Dahme-Heideseen

Kategorien

  • Natura 2000

Meldung vom 01.03.2019