Giftige Schönheit: die Herbstzeitlose

Wenn SIE blüht, dann ist der Sommer wirklich endgültig vorbei. Denn die Herbstzeitlose trägt ihre Jahreszeit sogar im Namen. In vielen privaten Gärten kann man sie sehen, mit etwas Glück kann man ihr auch in Brandenburgs wilder Natur begegnen. Auch im Naturpark Dahme-Heideseen gibt es einige wenige Vorkommen. Die Herbstzeitlose (Colchicum autumnale) ist in Brandenburg stark gefährdet. International hat das Land eine hohe Verantwortung. Daher findet im Naturpark auch ein Monitoring der Herbstzeitlosenwiese statt, und eine angepasste Pflege.

Die rosa, lila oder weißlich gefärbten, vier bis sechs Zentimeter langen Blüten können bis 20 Zentimeter lang werden. Wenn sie nicht im Herbst, sondern im Frühling blühen würde, könnte man die Herbstzeitlose mit ihren länglichen Blütenblättern auch für einen Krokus halten. Aber diese Pflanze hat sich nicht in der Jahreszeit geirrt: Sie blüht im Herbst außerhalb der „normalen“ Blütezeit von Pflanzen.

Und das ist nicht das einzige Ungewöhnliche an der Herbstzeitlose. Wenn sie blüht sind auch keine Blätter zu sehen. Die sind dann dafür im Frühling da. Und im Sommer tauchen dann auch die Fruchtknoten auf, in denen kleine braune Samen heranwachsen.

Der Herbstzeitlose, die auf feuchten Wiesen wächst, ist giftig. Sie enthält Colchicin, und zwar in allen Teilen. Und das ist so giftig, dass eine hohe Dosis sogar tödlich sein kann! Auch für Tiere ist die Herbstzeitlose gefährlich.

Gebiet

  • Naturpark Dahme-Heideseen

Kategorien

  • Natura 2000

Meldung vom 24.09.2022