Neue Brücke in Staakmühle freigegeben
Ende der Umwege
Für Einwohner und Touristen endet damit eine lange Phase mit erheblichen Umwegen. Die neue Brücke überspannt sowohl das Wehr als auch die alte, inzwischen unbrauchbare Brücke der historischen Staakmühle.
Die ursprüngliche Brücke war bereits 2017 für den Autoverkehr gesperrt worden. Wegen des schlechten baulichen Zustands durfte sie seit 2024 schließlich auch von Fußgängern und Radfahrern nicht mehr genutzt werden.
Besondere Bedeutung für den Tourismus
Besonders problematisch war die Sperrung für den Tourismus in der Region. Über die Verbindung verlaufen sowohl der Dahme-Radweg als auch der Wassermühlen-Wanderweg. Die notwendige Umleitung führte Radfahrer bislang weiträumig zwischen Briesen und Staakow über die Kreisstraßen K 6148 und K 6149.
Auch für die Einwohner bedeutete die Sperrung erhebliche Einschränkungen. Der Ort Staakmühle war faktisch geteilt, alltägliche Wege wurden deutlich länger.
120.000 Euro Investition
Die neue Brücke kostete insgesamt rund 120.000 Euro. Einen Großteil davon übernahm der Landkreis Dahme-Spreewald aus Mitteln des Kreisstrukturfonds. Laut Förderbescheid stellte der Landkreis knapp 80.000 Euro zur Verfügung.
Die Erste Beigeordnete des Landkreises und Dezernentin für Verkehr und Bau, Heike Zettwitz, sprach bei der Freigabe von einem wichtigen Signal für den ländlichen Raum. Besonders freue sie sich darüber, dass der Dahme-Radweg nun wieder ohne Unterbrechung genutzt werden könne und die beiden Ortsteile von Staakmühle wieder direkt miteinander verbunden seien.
Moderne Kunststoffkonstruktion
Bei der neuen Konstruktion handelt es sich um eine glasfaserverstärkte Kunststoffbrücke mit einer Spannweite von 17 Metern und einer Breite von zwei Metern. Die Brücke ist für Belastungen bis zu 3,5 Tonnen ausgelegt.
Langfristig gilt die jetzige Lösung allerdings zunächst als Übergang. Wie eine endgültige Sanierung des denkmalgeschützten Areals rund um die Staakmühle aussehen könnte, soll erst in den kommenden Jahren entschieden werden.
Historisches Denkmal
Die Staakmühle, auch Staakower Mühle genannt, wurde bereits im Jahr 1510 erstmals urkundlich erwähnt. Das ehemalige Mühlengebäude mit seinen Nebenanlagen, Brücken und dem Wehr steht heute unter Denkmalschutz und ist ein wichtiger Anlaufpunkt entlang des Dahme-Radweges.
Seit 2017 befindet sich das Anwesen in Privatbesitz. Die Dorfstraße gehört der Gemeinde Rietzneuendorf-Staakow. Gemeinsam mit Heike Zettwitz und Staakows Ortsvorsteherin Barbara Quitt gab Amtsdirektor Marco Kehling vom Amt Unterspreewald die neue Brücke offiziell frei. Er dankte dabei allen Beteiligten für die schnelle Umsetzung des Projektes – darunter dem Landkreis, den beteiligten Firmen und den Mitarbeitenden des Amtes Unterspreewald.
Quelle: Amt Unterspreewald / Landkreis Dahme-Spreewald
Gebiet
- Naturpark Dahme-Heideseen
Meldung vom 15.05.2026
