Tag des offenen Denkmals®: Eine Maulbeere für Prieros

Dieses Jahr ist alles anders – der normalerweise türenöffnende Tag des offenen Denkmals® findet größtenteils online statt. Neben einer digitalen Präsentation wollte der Naturpark jedoch nicht auf die traditionelle Maulbeer-Pflanzung verzichten. Gemeinsam pflanzten Gunnar Heyne, Leiter des Naturparks, Bürgermeister Björn Langner, Ortswehrführer Michael Palm und Thomas Mertke von der Naturwacht am 28. August einen neuen Baum vor dem Feuerwehrgebäude in Prieros. Eine ebenfalls neu aufgestellte Infotafel informiert über die Maulbeere und ihre lange Kulturgeschichte in Brandenburg.

Eine zentrale Aufgabe des Naturparks ist es, die Kulturlandschaft des Dahme-Heideseen-Gebietes zu erhalten. Teil dieser Kulturlandschaft sind die früher zur Seidenproduktion genutzten Maulbeeren. Die ursprünglich aus China und Nordamerika stammenden Bäume wurden bereits Ende des 16. Jahrhunderts nach Deutschland gebracht und insbesondere unter Friedrich II. vermehrt und genutzt. Ende des 18. Jahrhunderts gab es durch sein Wirken etwa 600.000 Maulbeeren in Brandenburg. Seit seinem Tod verschwinden immer mehr Bäume ersatzlos. Für den Naturpark sind sie Symbole der Kulturlandschaft – nur durch Pflege und Nutzung bleiben sie als lebendige Zeugen einer erloschenen Kultur erhalten.

Die neu gepflanzte Maulbeere steht nun dort, wo vor einigen Jahren noch alte Maulbeeren zu finden waren. Mit der Neupflanzung möchte der Naturpark diesen besonderen Aspekt der alten Kulturlandschaft des Dahmelandes aufrechterhalten.

Anlass der Maulbeer-Pflanzung ist der jährlich stattfindende Tag des offenen Denkmals®. Unter dem Motto „Chance Denkmal: Erinnern. Erhalten. Neu denken.“ präsentiert der Naturpark seinen Verwaltungssitz, die Alte Schule in Prieros, digital.

 

Gebiet

  • Naturpark Dahme-Heideseen

Meldung vom 01.09.2020