Für Mensch und Natur – Weitere Naturgärten im Naturpark ausgezeichnet
Für Mensch und Natur – Weitere Naturgärten im Naturpark ausgezeichnet
Siebzehn neue Gärten sind im Rahmen des Naturpark-Hoffestes auf der Burg Storkow mit der Plakette „Natur im Garten“ ausgezeichnet worden. Die Gärtnerinnen und Gärtner setzen mit der Plakette ein sichtbares Zeichen für nachhaltiges Gärtnern sowie für eine ökologisch wertvolle Gartengestaltung.
Bereits in den letzten beiden Jahren wurden im Naturpark Dahme-Heideseen Gärten mit der Plakette „Natur im Garten“ ausgezeichnet. Zu den siebzehn Gärten, die am Sonntag, den 20. September feierlich auf der Bühne auf dem Naturpark-Hoffest prämiert wurden, kommen noch sechs weitere hinzu, deren Besitzer verhindert waren. Inzwischen sind es somit im Naturpark Dahme-Heideseen und in der Naturpark-Region stolze 44 Gärten, die die attraktive Emaille-Plakette mit Butterblume, Igel und Co. am Zaun tragen dürfen.
Jeder dieser Gärten ist einzigartig und erzählt seine ganz eigene Geschichte. Denn vom städtischen Kleingarten bis zum weitläufigen Bauerngarten ist bei der Aktion „Natur im Garten“ jeder Garten willkommen – frei nach dem Motto: „Jeder Quadratmeter zählt!“
Bei den Auszeichnungskriterien dreht sich alles um den rücksichtsvollen Umgang mit Ressourcen, die Förderung der biologischen Vielfalt und den Klimaschutz. Drei Kernkriterien müssen dabei vollständig erfüllt sein: Der Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide, chemisch-synthetischen Dünger und Torf. Darüber hinaus zeichnen sich Naturgärten durch eine große Anzahl an Naturelementen und eine nachhaltig-ökologische Bewirtschaftungsweise aus. Da jeder Garten anders ist, reicht es aus, wenn diese Kriterien nur teilweise erfüllt werden.
Zu den Naturgartenelementen gehören beispielsweise eine Wildstrauchhecke, eine Blumenwiese, insektenfreundliche Stauden, ein wildes Eck und heimische Laubbäume. Nicht nur bei der Gestaltung, sondern auch bei der Bewirtschaftung eines Naturgartens sind einige Kriterien zu beachten. So bringen etwa ein Komposthaufen, Nützlingsunterkünfte, Regenwassernutzung, Mischkultur und eine abwechslungsreiche Fruchtfolge positive Punkte für die Bewertung.
Mit einem naturnahen Garten setzen Menschen ein sichtbares Zeichen für das harmonische Miteinander von Mensch und Natur. Denn diese besondere Art von Gärten ermöglichen uns nicht nur Entspannung und Lebensfreude. Sie bieten uns auch die Möglichkeit, Verantwortung zu übernehmen, gesunde Früchte zu ernten, Pflanzen und Tieren einen Lebensraum zu schenken und einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Für viele Menschen ist dies eine Herzensangelegenheit. Doch nicht selten stoßen sie damit in ihrer Nachbarschaft auf Unverständnis. Hier ein Umdenken anzuregen, ist ebenfalls ein Anliegen der Aktion „Natur im Garten“.
Der Auszeichnung mit der Plakette gingen eine Bewerbung beim Naturpark Dahme-Heideseen und eine Gartenbesichtigung mit einem durch das Landesamt für Umwelt beauftragten Berater voraus.
Gärtnerinnen und Gärtner, die Interesse haben, ihren Garten auszeichnen zu lassen, können sich bei der zentralen Koordinierungsstelle des Landes Brandenburg melden. Kontakt: Tel.: 038791 801822; E-Mail: naturimgarten(at)LfU.Brandenburg(dot)de
Weitere Informationen auf https://www.natur-brandenburg.de/erleben-lernen/naturimgarten/ .
Hintergrund
Die Initiative „Natur im Garten“ hat ihren Ursprung in Österreich. Sie bietet Service, Beratung und Unterstützung für alle, denen das naturnahe Gärtnern am Herzen liegt. Ziel der Bewegung ist es, die ökologische Gestaltung und Pflege von privaten Gärten und öffentlichen Grünräumen zu fördern.
Gebiet
- Naturpark Dahme-Heideseen
Meldung vom 20.09.2026
