Naturpark Dahme-Heideseen freut sich über Weißstorch-Nachwuchs

Die diesjährige Storchensaison im Naturpark Dahme-Heideseen kann sich sehen lassen: Insgesamt zehn Brutpaare und 19 Jungstörche hat die Naturwacht aus dem Naturpark Dahme-Heideseen gezählt. 

 

Im Vergleich zu 2025, als sechs Brutpaare insgesamt zehn Jungstörche großzogen, ist die Zahl der Brutpaare und insbesondere die Zahl der flüggen Jungvögel erfreulicherweise gestiegen. Besonders erfolgreich verlief die Brutsaison in Klein Schauen und Rieplos mit jeweils vier Jungvögeln. In Gräbendorf, Premsdorf und Storkow wurden jeweils drei Jungstörche flügge.

 

In Birkholz, Freidorf, Görsdorf (Tauche) und Kolberg haben die Rangerinnen und Ranger zwar besetzte Horste notiert, konnten dort jedoch keinen Bruterfolg feststellen. In Kolberg verendeten die zunächst beobachteten Jungvögel aus bislang unbekannten Gründen bereits Mitte Juni.

 

„Erfreulich ist das anhaltende Engagement für den Weißstorchschutz in der Region, das von engagierten Bürgern, den unteren Naturschutzbehörden, der E.DIS AG sowie der Naturwacht Brandenburg gemeinsam getragen wird. Allein in diesem Jahr wurden in Freidorf, Klein Köris, Selchow und Wolzig neue Storchenmasten errichtet“, berichtet Ranger Marian Beyer. Zudem erhielten die Nisthilfen in Hermsdorf und Groß Schauen neue Nistkörbe. „Solche Maßnahmen verbessern die Chancen auf künftige Neuansiedlungen und sichern bestehende Brutstandorte“, so Marian Beyer.

 

Dennoch besteht an mehreren Standorten im Naturpark weiterhin Handlungsbedarf. Fehlende Horstkörbe und insbesondere durch Gehölzaufwuchs beeinträchtigte Nisthilfen mindern die Attraktivität vieler Horste. Regelmäßige Pflege- und Unterhaltungsmaßnahmen bleiben daher eine wichtige Voraussetzung für den langfristigen Erhalt der Storchenpopulation.

 

Neben geeigneten Nistplätzen ist der Weißstorch auf strukturreiche Nahrungshabitate in der Landschaft angewiesen. Dazu zählen insbesondere feuchte Wiesen mit Nassstellen, aber auch extensiv genutzte Trockenrasen und Ackerbrachen, wo er Amphibien, kleine Säugetiere wie Mäuse oder Insekten jagt. Neben dem Management der Brutstandorte bleiben daher der Schutz und die Entwicklung geeigneter Nahrungsflächen entscheidende Voraussetzungen für den Weißstorchschutz im Naturpark.

 

Hintergrund Naturwacht Brandenburg

Die Rangerinnen und Ranger der Naturwacht Brandenburg arbeiten seit 1991 in den 15 Nationalen Naturlandschaften (Großschutzgebieten) des Landes und füllen das Motto „Mittler zwischen Mensch und Natur“ mit Leben. Auf rund 9.000 Quadratkilometern – einem Drittel der Landesfläche – sind sie unterwegs und erfassen Daten zu Tier- und Pflanzenbeständen, Grundwasserspiegeln sowie zur Qualität von Gewässern. Sie setzen im Nationalpark, den drei Biosphärenreservaten und den elf Naturparken zahlreiche Natur- und Artenschutzmaßnahmen um und kontrollieren deren Erfolg.

Gleichzeitig sind die 87 Rangerinnen und Ranger wichtige Ansprechpartner für alle, die in den Nationalen Naturlandschaften leben, arbeiten oder zu Gast sind. Sie begleiten jährlich rund 10.000 Interessierte auf mehr als 500 geführten Touren, teilen ihr Wissen und sensibilisieren für richtiges Verhalten in den Schutzgebieten. Damit stärken sie auch den Naturtourismus in der Region. Ein weiteres Arbeitsfeld ist die Bildung für nachthaltige Entwicklung, BNE: In ihrer Arbeit mit Junior-Ranger-Gruppen oder in Schul-AGs wecken die Ranger*innen Interesse an Natur- und Umweltschutz. 

Mehr als 350 Freiwillige unterstützen die Naturwacht Brandenburg bei diesen vielfältigen Aufgaben. Seit 1997 arbeitet die Naturwacht unter dem Dach der Stiftung NaturSchutzFonds Brandenburg. Mehr Informationen unter: www.naturwacht.de 

Gebiet

  • Naturpark Dahme-Heideseen

Meldung vom 05.08.2026