Rebhuhn

Das Rebhuhn (Perdix perdix) brütet von Westeuropa bis Sibirien und ist eher in den tieferen Lagen anzutreffen. In Deutschland ist es, bezogen auf die Fläche, noch weit verbreitet. Größere Lücken gibt es im Ruhrgebiet, im Speckgürtel um Berlin und im Süden von Sachsen, Bayern und Baden-Württemberg. Aufgrund von Bestandseinbußen gilt der europäische Bestand als gefährdet.

Das Rebhuhn ist ursprünglich ein Bewohner von Steppen- und Heidegebieten. In unserer Kulturlandschaft besiedelt es auch Acker- und Grünland sowie Brachen. Während der Balz im Frühjahr ist es besonders ruffreudig. Das Rebhuhn bleibt seinem Brutgebiet treu. Sein Nest baut es in dichter Deckung (Feldraine, Hecken). Es besteht aus einer flachen Mulde, die mit weichen Materialien ausgepolstert wird. Das Gelege umfasst durchschnittlich 15 Eier. Die Nahrungszusammensetzung schwankt sehr stark nach Alter und Jahreszeit. Die Küken sind in den ersten Tag auf tierische Nahrung (Insekten) angewiesen. Mit zunehmenden Alter spielt pflanzliche Kost (Knospen, Triebe, Samen, Kerne, Kräuter) eine immer größere Rolle. Bei ausgewachsenen Vögeln beträgt der Anteil von tierischer Nahrung ca. 10 %. Das Rebhuhn fällt unter das Jagdrecht und wird, je nach Bundesland, teilweise ganzjährig geschont, teilweise aber auch bejagt. In Brandenburg gilt eine Schonzeit vom 1. September bis 15. Dezember.

Verschiedene Maßnahmen der landwirtschaftlichen Intensivierung wie Vergrößerung der Schläge, Einsatz von Insektiziden, häufigere und frühere Mahd und der Wegfall von Randstreifen bzw. Hecken wirken sich negativ auf den Bestand des Rebhuhns aus. Durch den Verlust von Brutplätzen und Versteckmöglichkeiten ist das Rebhuhn anfälliger gegenüber Räubern, was sich in einer hohen Kükensterblichkeit niederschlägt. Das Rebhuhn ist nach Bundesnaturschutzgesetz und der europäischen Vogelschutzrichtlinie (Anhang I) geschützt.

Gebiet

  • Naturpark Dahme-Heideseen

Kategorien

  • Vögel